Aluminium, Kunststoff oder Stahl? Welcher Keil ist der Richtige?

Gespaltene Meinung

Der Anwender hat die Qual der Wahl

Neben dem einen oder anderen Baum muss im Winter auch oft die Entscheidung für Stahl, Alu oder Kunststoff gefällt werden. Nämlich dann, wenn es darum geht, den richtigen Keil für die anstehenden Holzarbeiten auszuwählen. In den Sortimenten der Hersteller finden sich zahlreiche Varianten aus hochwertigen Kunststoffen und Aluminium; aber welcher Keil ist am effektivsten für die jeweiligen Forstarbeiten? Der Anwender hat die Qual der Wahl.

Alles eine Frage des Einsatzes

Ob gefällt oder gespalten werden soll, beeinflusst die Auswahl des Keils wesentlich. Unabhängig von Form und Ausführung bedingt das Material, aus dem ein Keil gefertigt ist, das Anwendungsfeld. Form und Material können dazu beitragen, die Fäll- oder Spaltarbeiten wesentlich zu erleichtern. Dafür muss man aber wissen, wie sich Aluminium, Kunststoff und die Beschaffenheit der Keiloberfläche auf die Arbeitsvorgänge auswirken. Im Folgenden liefern wir euch Informationen darüber, mit welchem Keil sich am besten Fällen und /oder Spalten lässt.

 

 

Fällkeile - Fällen mit einem Kunststoffkeil

Man ahnt es schon; das Fällen der Bäume geschieht mithilfe eines Fällkeiles. Fällarbeiten sollten generell von einem Sachkundigen ausgeführt werden. Entsprechend erfordert auch die Arbeit mit Fällkeilen eine geübte Hand, das entsprechende Know-how und sollte nicht von Laien vorgenommen werden. Das eigentliche Fällen des Baumes setzt sich aus abwechselnden Schnitten mit der Motorsäge und tieferem Eintreiben des Keiles in den Stamm zusammen. Der Fällkeil verhindert, dass das Gewicht des Baumes auf das Arbeitsgerät drückt und die Motorsäge einklemmt. Die Schuppen beugen dem Herausspringen des Keils während des Arbeitsvorgangs vor. Außerdem macht sich der Anwender die Keilwirkung zu Nutze: mit jedem Schlag, mit dem der Keil tiefer in den Schnitt getrieben wird, richtet er den Stamm weiter in die gewünschte Fallrichtung aus.

Keile aus Kunststoff eignen sich sehr gut zum Fällen. Für Arbeiten weit draußen finden sie Platz im Forstgürtel und bedeuten kaum zusätzliches Gewicht. Der hochwertige Polyamid-Kunststoff macht sie besonders schlagfest – sogar bei extremer Kälte. Die Anwendung bei niedrigen Temperaturen oder sogar in gefrorenem Holz ist kein Problem. Da entgegen der weitläufigen Vorstellung Bäume heutzutage nicht mehr mit Äxten sondern mit der Motorsäge gefällt werden, ist das ausschlaggebende Argument jedoch, dass die Verwendung eines Kunststoffkeils das Verletzungsrisiko nahezu ausschließt. Trifft Stahl auf Kunststoff, fliegen keine Splitter oder gefährliche Teilchen und es entstehen keine heftigen Rückstöße oder Kettenrisse.

Neben den bewährten Kunststoffkeilen, gibt es einen Universalkeil aus Aluminium, der sich ebenfalls zum Fällen eignet. Beim Zusammenstoß der Motorsäge mit dem Keil, kann allerhöchstens die Kette vom Schwert der Säge springen. Der Anwender ist aber wie beim Kunststoffkeil sicher vor gefährlichen Teilen und Kettenrückstößen.

Spaltkeile – Spalten mit einem Universalkeil aus Aluminium

Auch hier ist der Name Programm - Spaltkeile werden zum Spalten von Holz benutzt und sind, sobald die Spaltaxt an Ihre Grenzen kommt, die Retter in der Not. Bis auf wenige Ausnahmen sind Aluminium-keile sowohl zum Spalten als auch zum Fällen geeignet. Der OCHSENKOPF OX 42 Alu-Massivkeil ist ein Beispiel für die Allrounder unter den Keilen.

In Verbindung mit einem Holzspalthammer wird mit den Universalkeilen Holz zu Scheiten zerkleinert. Die Keilflächen der Universalkeile besitzen eine besondere Oberfläche, welche mit sogenannten „Schuppen“ versehen ist. Dadurch wird das Herausspringen des Keiles aus dem Holz verhindert. Die eingearbeiteten Nuten und Stege dürfen zur besseren Führung des Keiles nicht fehlen. Perfekt für die leichte Handhabung!

Aluminium steht beim Holzspalten ganz hoch im Kurs. Der geschmiedete Aluminium-Keil ist sehr robust und damit auch für gefrorenes Holz geeignet. Schlägt der Anwender mit einem Spalthammer auf den Universalkeil, besteht kein Risiko von Materialabsplitterungen. Zwar bildet sich unter Umständen ein Bart um die Schlagfläche des Keils herum, welcher abgeschliffen werden kann, das Verletzungsrisiko ist aber so gut wie nicht gegeben.

Noch effizienter: der Drehspaltkeil

Für alle die es noch effizienter haben möchten, gibt es den Drehspaltkeil! Dieser ist aufgrund seiner Form ausschließlich für das Spalten von Brennholz vorgesehen.

Unser OCHSENKOPF Drehspaltkeil aus Aluminium hat eine um 30° gedrehte Form, die die Hubhöhe ausweitet und die maximale Spaltwirkung des Keiles erzielt. Außerdem besitzt der Keil spitzwinklig gravierte Nuten auf der Vorderseite, zusätzliche Sägezahnung auf der Rückseite und beidseitige Widerhaken, die dem Forstwirt besonders bei gefrorenem Holz nützlich werden, da sie das Herausrutschen und Zurückspringen des Keiles beim Eintreiben verhindern.

Keile aus Stahl - ein OCHSENKOPF Hinweis

Schlagen Sie niemals „Stahl auf Stahl“ ist ein wichtiger Merksatz bei der Arbeit mit Keilen oder anderen Forstwerkzeugen. Auf Keile aus Stahl sollte grundsätzlich verzichtet werden. In der Unfallverhütungsvorschrift Forsten, §5 (3), ist die Verwendung von Stahlkeilen bei Arbeiten mit Motorsägen sogar ausdrücklich verboten.

Fazit

Egal ob Fällen oder Spalten; Die Entscheidung für den preisgünstigeren und leichteren Kunststoffkeil, den robusteren Universalkeil aus Aluminium oder der spezielle Drehspaltkeil ist immer abhängig vom Anwendungsfall, den Witterungsbedingungen, Eigenschaften des Holzes und natürlich des persönlichen Geschmacks.