„Achtung, Baum fällt!“

Für die Forstwirte beginnt die Hauptsaison, in der es heißt, den Wald fit für den Winter zu machen. Dabei werden auch Bäume gefällt, die alt geworden sind und eine Gefahr bei starkem Wind oder Schneesturm bilden. Diese Bäume nennt der Fachmann Gefahrenbäume. Um diese sicher zu fällen bedarf es eines Profis mit entsprechendem Wissen und Ausbildung. Neben der korrekten Vorgehensweise spielt auch die Handhabung der Arbeitsmaterialien eine wichtige Rolle, um Verletzungen zu vermeiden. Im Selbstversuch unter Anleitung eines Landschaftsgärtners ist das OCHSENKOPF Team zur Baumfällung angetreten. 

 

Unser Ziel: ein ca. 30 Meter hoher Baum muss weichen, da er mit seinem Laub die in unmittelbarer Nähe installierte Klimaanlage einer Produktionsstätte verstopft. Unser Werkzeug: ein OCHSENKOPF BIG OX und wilde Entschlossenheit, den mitgebrachten Hänger mit Kaminholz zu befüllen. Der beauftragte Landschaftsgärtner inspiziert zunächst den Baum sehr gründlich: In welche Richtung ist er gewachsen, wo hat er Schwachstellen? „Das ist wichtig, um die Fallrichtung genau zu bestimmen“, so der Experte. Dann legt er los. Der Baum hat einen Durchmesser von ca 30 Zentimetern. Er nimmt seine Kettensäge zur Hand und sägt auf Hüfthöhe auf der Seite, zu der der Baum fallen soll, einen Keil in den Baumstamm. Auf der anderen Seite sägt er den Fällschnitt in den Stamm. Hier kommt nämlich jetzt das OCHSENKOPF Werkzeug zum Einsatz. Er setzt den OCHSENKOPF Alu-Massivkeil in den Fällschnitt und schlägt ihn mit der BIG OX, dem Profi-Holzspalthammer, in den Baumstamm hinein. Mit jedem Schlag knackt es ordentlich, der Baum neigt sich zur gewünschten Seite und fällt schließlich mit einem dumpfen Geräusch um.

 

 

Fehlschläge auf dem Weg zum perfekten Holzscheit

Wow, das ging schnell. Aber so kann er nicht liegen bleiben und wir sind ja schließlich scharf auf das Holz für unseren Kamin. Der Landschaftsgärtner zeigt uns, warum für das Entasten von Bäumen Äxte mit schlankem Kopf genutzt werden. Da hierbei quer zur Holzfaser geschlagen wird, dringt eine lange Schneide mit flachem Kopf besser in das Holz. Also befreien wir den Stamm erstmal von kleineren Ästen mit Hilfe unserer OCHSENKOPF Iltis-Axt. Zum Vergleich nutzen wir dann auch das OCHSENKOPF SPALT FIX Beil, welches auch mit einer Hand verwendet werden kann, da es einen wesentlich kürzeren Stiel hat. Dann kommt nochmal die Kettensäge zum Einsatz: schnell hat der Profi den dicken Stamm in ca. einen Meter lange Stücke zersägt, die wir nun tatkräftig „von Hand“ spalten wollen. Der Experte zeigt uns am Querschnitt des Baumes sogenannte Windrisse: „Wenn ihr hier die Spalt-Axt genau rein haut, ist der Stamm leicht zu spalten!“ Gesagt, getan… weit gefehlt, im wahrsten Sinne des Wortes! „Ziel anvisieren und genau drauf schlagen“, so die Tipps, doch die Fehlschläge bleiben nicht aus. Wir geben nicht auf und nach ein paar Treffern können wir endlich einen Alu-Spaltkeil ansetzen und schlagen mit dem Spalthammer den Keil in den Stamm bis dieser endlich in zwei Teile kracht. Jetzt können wir genau verstehen, warum es ratsam ist, immer einen Stiel mit Stielschutzhülse zu wählen: wir schlagen einige Male daneben, was einen Stiel ohne Schutzhülse arg in Mitleidenschaft ziehen würde. Wir halbieren auf die gleiche Art und Weise weiter, solang, bis wir den gesamten Stamm in Holzscheite zerlegt haben - Muskelkater ist vorprogrammiert. Völlig erledigt, aber zufrieden, beladen wir unseren Hänger mit dem gespaltenen Holz und freuen uns schon auf gemütliche Kaminabende, wenn das Holz lang genug abgelagert ist.

Hinweis: Bäume immer vom Fachmann fällen lassen, der kennt im Zweifel die Bedingungen und Auflagen.

 

 

 

Axtpflege

Nicht nur Profis wissen: gute Pflege und korrekte Lagerung verlängern die Lebensdauer von...

Weiterlesen

Mit Axt und Beil

Welches Forstwerkzeug eignet sich am besten für welche Aufgabe? Lerne Unterschiede und...

Weiterlesen

Richtig Holz spalten

Ein paar Tips zum richtigen Umgang mit der Axt und zur eigenen Sicherheit.

Weiterlesen